Feministische Dekadenz mit einem Pornostar

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Ansprüche an den Intellekt

Feministische Dekadenz mit einem Pornostar

Die Welt des Intellekts ist voller „Doppelstandards“. Während die Leistungen des weißen, heterosexuellen Mannes heruntergespielt werden, unterbieten Feministen oft intellektuelle Niveaus. Der Anspruch an den Intellekt ist dekadent.

Die Welt hat aktuell ein Beispiel. Die Ansprüche an die Leistungen von Feministen sinken immer weiter. Es muss lediglich der Begriff „Feminismus“ eingebracht werden, schon wird die Messlatte des Anspruches tiefergelegt.

Der Artikel „Wir haben den klügsten Pornostar der Welt besucht“ beginnt dementsprechend:

Sie liest Foucault, schreibt feministische Texte und hat einen weltberühmten Kollegen der Vergewaltigung bezichtigt: Stoya ist die neue Ikone der kritischen Intelligenz.

 

Die neue „Ikone der kritischen Intelligenz“ erfüllt direkt drei Wünsche auf einmal:

  1. sie liest
  2. sie schreibt und sie
  3. bezichtigt.

Lesen, Schreiben, Bezichtigen – zu diesen Tätigkeiten gehört tatsächlich Intelligenz. So weit hergeholt ist es also nicht.

Sie sucht allerdings auch.

Auch eine feministische Haltung: Die Schauspielerin Stoya sucht nach der selbstbestimmten Pornografie.

Die Suche nach der „selbstbestimmten Pornografie“ gehört also zum Feminismus. Sie gibt eine feministische Haltung wieder. Früher gab es Pornodarstellerinnen, heute sind sie Schauspielerinnen (auf der Suche nach der selbstbestimmten Pornografie).

Sie hat eine starke, unabhängige Persönlichkeit.

Stoya hat sich im Schneidersitz und barfuß auf einen Holzstuhl in ihrem Wohnzimmer geklemmt. Sie trinkt Whiskey aus einer weißen Tasse und raucht Parliaments, fast Kette.

Diese Beschreibung wäre bei einem Mann negativ. Bei einer Feministin zeugt diese Beschreibung von Stärke und Unabhängigkeit. Ein Mann, der am frühen Abend Whiskey aus einer Tasse trinkt und „fast Kette“ raucht, hätte den Stempel des Alkoholikers.

Es geht auch um Beschuldigungen. Durch die Beschuldigung zum Ruhm.

Seit Emma Sulkowicz ist bekannt: Für ein wenig Ruhm reicht es aus, einen Mann der Vergewaltigung zu bezichtigen. Der Beschuldigte muss nicht verurteilt werden. Die Beschuldigerin ist ein Opfer und wird es bleiben. (Die folgende Sprache ist direkt von der Welt übernommen.)

Ende November hatte sie veröffentlicht, dass ihr Kollege und Ex-Freund James Deen sie in der Beziehung vergewaltigt habe. „James Deen drückte mich beim Ficken runter, während ich ‚Nein, stop‘ gesagt und mein Signalwort benutzt habe. Ich kann nicht mehr nur nicken und lächeln, wenn Leute ihn erwähnen„, schrieb sie bei Twitter – und brach damit ihr fast zweijähriges Schweigen.

Der geschilderte Vorgang der „Vergewaltigung“ unterliegt der feministischen Definitionsmacht. Es ist zum Geschlechtsverkehr gekommen und es passiert etwas, dass der Frau nicht gefällt. Der Sexualakt wird zur Vergewaltigung. In Deutschland arbeitet man daran, aus der Unglücklichkeit einer Frau nach einem „Beischlafmoment“ gesetzlich eine Vergewaltigung zu machen.

Wie kann der geschilderte Vorgang nach zwei Jahren noch als Vergewaltigung gewertet werden? Im Feminismus geht es mittlerweile darum, der Frau Instrumente an die Hand zu geben, jeden Geschlechtsakt im Nachhinein als Vergewaltigung darzustellen.

Zumindest reicht die Beschuldigung um ein sozial anerkanntes Opfer und einen geächteten Täter zu generieren. Jörg Kachelmann ist ein Beispiel für die ungerechtfertigte Tätergenerierung. Das Beispiel Emma Sulkowicz wurde bereits erwähnt.

Acht weitere Frauen trauten sich anschließend, über ihre Erfahrungen mit Deen zu sprechen, und warfen dem bekanntesten Pornostar der Welt Serienvergewaltigung vor. Doch wie in den meisten anderen Branchen reichte die tiefe Empörung nur bis zur nächsten großen Party. Und so war es nicht mal ein Skandal, dass auch Deen im Publikum der „XBIZ Awards“ saß, als Moderatorin Stoya zur Begrüßung sagte: „Mir liegt es am Herzen, ein paar Worte zu sagen … aber ich mache es lieber nicht.“

Von einer juristischen Verfolgung des „Serienvergewaltigers“ James Deen liest man nichts. Die Vorwürfe reichen allerdings, um ihn zum „Serienvergewaltiger“ zu machen. „Im Zweifel für den Angeklagten“ war vor den Zeiten des Feminismus und des Internets.  Gerade den Vorwürfen einer „fast Kette“ rauchenden, Whiskey aus der Tasse trinkenden und Foucault lesenden Feministin muss man doch glauben schenken.

In Artikeln, die von „Vice“, „The Guardian“ und „The Verge“ veröffentlicht werden, nimmt sie feministische Stellungen ein und wird dafür von linken Intellektuellen geliebt. Von Konservativen wird sie nicht nur dafür gehasst, dass sie dreimal abgetrieben hat.

Dieser Absatz könnte etwas über den Zustand der „linken Intellektuellen“ aussagen. Es ist traurig, dass es ausreichend ist, feministische Stellungen einzunehmen, um von „linken Intellektuellen“ geliebt zu werden. Drei Mal eine Abtreibung vorzunehmen, zeugt von eine gewissen Unverantwortlichkeit. Es gibt eine Verantwortung auch gegenüber dem Ungeborenen Leben. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und die damit verbundenen Gefahren sind ein anderes Thema. Allerdings nicht für eine Ikone der feministischen Intelligenz.

Der Sport wurde zum Lebensmittelpunkt, die Profikarriere zum Ziel. Bis eine Fußverletzung den Traum zerstörte, als sie 15 war. Sie musste eine Alternative finden. Kunsthochschule war eine Idee, Englische Literatur eine andere. „Zur Uni zu gehen, ohne zu wissen, was ich genau will, wäre zu teuer und nicht so klug gewesen“, sagt Stoya. Sie zog nach Philadelphia und wurde Gogo-Tänzerin.

Kunsthochschule oder ein Studium der „Englischen Literatur“? Gogo-Tänzerin ist natürlich die Wahl!

Juristisch will sie nicht gegen Deen vorgehen, dafür glaubt sie zu wenig ans Justizsystem: ein Pornostar ist immer im Unrecht.

Wozu auch? Es reicht eine angebliche Vergewaltigung publik zu machen. Ein Freispruch würde der Anschuldigung zwar nicht viel ausmachen, würde die Glaubwürdigkeit aber wenigstens ein wenig in Frage stellen.

Ihr eigentliches Motiv ist auch ein ganz anderes gewesen:

Ein Punkt sei ihr noch wichtig. Stoya will nicht nur die Frau sein, die James Deen gestürzt hat.

Die Beziehung endete „unsauber“. Der Vergewaltigungsvorwurf kam per Twitter als sie beim Drehen eines Pornos war. Es wirkt wie eine späte Rache an James Deen und der Feminismus gibt die Werkzeuge dafür an die Hand.

Als sie den entscheidenden Tweet im November absetzte, war sie in Serbien zum Drehen.

Heutzutage ist es so: Während der Drehpause eines Pornodrehs beschuldigt man jemanden der Vergewaltigung. Per Twitter natürlich. In Werbedeutsch: Dekadenz pur! In korrektem Deutsch: Pure Dekadenz!

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6 Kommentare

  1. 11. Februar 2016    

    „ein Pornostar ist immer im Unrecht“ Da wäre doch ein guter Grund ihn zu verklagen. Schließlich ist doch auch Deen ein Pornostar.

  2. 12. Februar 2016    

    Cooler Text.

  3. NoRa NoRa
    12. Februar 2016    

    Grundsätzlich – hier aber gilt’s besonders; diese Widersprüchlichkeit, Blödheit ja Dekadenz find ich trifft’s genau, ist mit Argumenten nicht beizukommen. Das Übel der feministischen Dekadenz macht sich ja überall breit und müsste wohl mit anderen Mitteln erwidert werden.

    • Wolf Jacobs Wolf Jacobs
      12. Februar 2016    

      Beim Feminismus geht es um nichts anderes als ums Zerstören. „Dekonstruieren“ ist die schöne Umschreibung des Feminismus. Ich kenne keine Beispiel für irgendwas, was Feministen jemals geschaffen hätten. Sie nehmen nur in Anspruch und zerstören.

  4. 12. Februar 2016    

    In der BLÖD gabs mal ne Erste Seite Titelstory. Da wurde eine türkischstämmige C Prostituierte als vollendete Integration gefeiert. Fragen?

    • Wolf Jacobs Wolf Jacobs
      12. Februar 2016    

      😀 …äh.. Nein? 😀

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  • I’d rather be hated for who I am than be loved for who I’m not. Kurt Cobain

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